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„In einem der ersten Wettbewerbsbeiträge, "Kilometre Zero", zeigt der in Frankreich lebende Iraker Hiner Saleem das Schicksal irakischer Kurden während des Iran-Irak-Krieges 1988. Als Tragikomödie erzählt er von versuchtem Widerstand und dem von Saddam Hussein verlangten Kadavergehorsam des Militärs. "Als Saddam von den Amerikanern gestürzt wurde, habe ich vor Freude geweint. Jetzt bin ich traurig über die Naivität meines Volkes, die das Machtvakuum nach Saddam nicht für sich genutzt hat", erklärt der Regisseur.
Als salutierende Puppe ist Saddam Hussein im Film ständig präsent, ebenso wie die Särge seiner Opfer. "Saddam ist im Irak immer noch allgegenwärtig. Ich selbst und die Generation nach mir wurde mit Saddams Bildern und seinen Reden indoktriniert - im Fernsehen, in Büchern und in der Schule", so Saleem. Die Vision eines eigenen Staates für die Kurden, die vom Film als Botschaft verkündet wird, könnte politischer Zündstoff für das Festival sein.“
Gabriele Flossmann in: 3sat Online für Kulturzeit, 13.05.2005
„Erstmals wird in Cannes auch ein irakischer Film präsentiert: KILOMETRE ZERO spielt während der Zeit des Krieges mit dem Iran. Der Beitrag lief bereits mit "Lemming" am Eröffnungstag der Filmfestspiele. Der Film des im Irak geborenen Hiner Saleem porträtiert die Schrecken des Krieges mit dem Nachbarland Iran und die scheinbar unüberbrückbare Kluft zwischen dem kurdischen und dem arabischen Bevölkerungsteil. Eine der Hauptfiguren des Films sei der gestürzte Präsident des Landes, Saddam Hussein. Seine Anwesenheit spukt durch den Film auf großen Porträts am Straßenrand, seinen Fernseh- und Radioansprachen und vor allem durch die große Statue, die dem Hauptdarsteller Ako überall hin zu folgen scheint.“
In: Stern Online-Magazin, 12.5.2005
„Eigentlich ist es eine spannende und interessante Geschichte, die Regisseur Hiner Saleem in seinem Film Kilometre Zero erzählt. Als einer der ersten Filmemacher überhaupt hat Saleem nach dem Ende des Irakkrieges einen Film in seiner ehemaligen Heimat, dem Kurdengebiet im Norden des Irak gedreht. Teilweise unter abenteuerlichen Umständen (…) hat Saleem einen beeindruckenden Film produziert, der einen Einblick in die schrecklichen Leiden der irakischen Bevölkerung unter dem tyrannischen Regime Saddam Husseins gewährt (...).
In: Kino-Zeit, Mai 2005
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